[Mission] Korea hat mein Herz erobert
Korea – Ein Land, das mich sofort verzauberte und nie wieder losließ
Seit vielen Jahren bin ich ein K-Holic, ein bekennender „Korea-Fanboy“.
Viele Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen und selbst Nutzer in „Korea-Gruppen und Foren“ auf Facebook und Instagram wissen von meiner großen Leidenschaft für Korea. Sobald das Thema Korea aufkommt, leuchten meine Augen auf und ich erzähle begeistert von meinen Reisen, Erlebnissen und dem damit verbundenen Spaß. Durch meine Berichte, Fotos und Infos habe ich viele Menschen mit dem „Korea-Fieber“ angesteckt und viele von ihnen sind mittlerweile selbst nach Korea gereist und zu wahren Fans geworden.
Wie alles begann
Meine Leidenschaft für Korea, die mich in die koreanische Welle (Hallyu) katapultierte und zu einem begeisternden Liebhaber von Korea gemacht hat, begann eher unspektakulär. Anders als die meisten, die von Korea fasziniert sind, bin ich nicht über K-Pop und K-Dramen auf das Land aufmerksam geworden. Im Jahr 2019 war ein Urlaub im asiatischen Raum geplant, und nach einigen Überlegungen fiel die Wahl schließlich auf Korea. Mit jedem Artikel, Instagram-Post und YouTube-Clip über Korea, insbesondere über Seoul, wuchs meine Faszination. Als ich schließlich auch noch über die koreanische Küche las, war die Entscheidung gefallen: Korea sollte das nächste Reiseziel sein. Die letzten Wochen vor dem Abflug konnte ich es ehrlicherweise kaum mehr erwarten nach Korea zu fliegen. Der Samen der Liebe zu Korea war wohl schon gesät.
Die erste Reise
Im Sommer 2019 bestieg ich voller Vorfreude und Aufregung das Flugzeug nach Seoul. Mein Abenteuer begann am Flughafen Incheon. Kaum angekommen war ich sofort fasziniert und spürte sofort den „Korean Vibe“.
Dieser Vibe setzte sich in den belebten Straßen von Myeong-dong, wo ich für die erste Korea Reise mein Hotel gebucht hatte, fort. Die vielen leuchtenden Reklameschilder und das pulsierende Leben haben mich sofort in den Bann gezogen. Die vielen kleinen Straßen waren ein Paradies für die Sinne – der Duft von frischem Street Food, die Farben und die Einzigartigkeit der vielen Shops und die koreanische Sprache der Händler und Besucher, die ich überall höre, schufen eine einzigartige und wunderbare Atmosphäre. Beim Shoppen tauchte ich in eine Welt aus Mode, Kosmetik und Technologie ein, die mich immer wieder überraschte und so ganz anders war als in Deutschland.
Es folgte das vielleicht klassische Touristenprogramm. Die majestätischen Paläste wie Gyeongbokgung und Changdeokgung, die Geschichten aus vergangenen Zeiten erzählten, und die vielen Sehenswürdigkeiten wie der Lotte World Tower, N Seoul Tower, der Han River bis hin zu den traditionellen Hanok-Dörfern oder Stadtteile wie Hongdae oder Gangnam offenbarten die vielseitigen Facetten dieses faszinierenden Seouls.
Besonders beeindruckt war ich von der koreanischen Küche – Kimchi, Bibimbap, Korean Chicken, BBC, Samgyeopsal (Schweinebauch) oder Tteokbokki und köstliche Straßenimbisse ließen mein Herz höherschlagen.

Jeder Tag in Korea war ein neues Abenteuer, jeder Augenblick eine Entdeckung. Diese Reise war der Beginn einer tiefen und beständigen Liebe zu einem Land, das mich nie wieder loslassen würde. Nach 14 Tagen voller Erlebnisse in und rund um Seoul und 10 Kilo Übergepäck, vollgepackt mit K-Pop Merch und koreanischer Kosmetik (Korea hat so unendlich viele gute kosmetische Produkte auch für Männer), musste ich Korea schweren Herzens verlassen.
Damit ich die Leere in mir füllen konnte, begann ich mit K-Dramen. Anfangs, auch wegen der Untertitel noch ungewohnt, gibt es heute nichts Schöneres als koreanische Serien und Filme. Mein erste K-Drama war „Crash Landing on you“. Inzwischen habe ich viele 100 Serien und Filme gesehen. Deutsche und internationale Produktionen schaue ich kaum noch. Wenn der Fernseher startet, dann mit K-Dramen.
Auch in die Welt des K-Pop bin ich vollkommen eingetaucht. Klar, das BTS oder Blackpink sofort ganz oben auf meiner Playlist standen, aber auch ITZY, Younha, Joy, IU und viele mehr. K-Pop Konzerte und Festivals, die in Deutschland stattfinden, habe ich sofort besucht um die koreanische Welle (Hallyu) weiter zu spüren und zu leben. Das mache ich bis heute so und freue mich über viele koreanische Veranstaltungen in Deutschland.
Die Covid-19-Pandemie machte es leider unmöglich, das Land, das ich jetzt jedes Jahr besuchen wollte, zu bereisen. Doch ich ließ mich nicht entmutigen und begann, Koreanisch zu lernen. Die Sprache faszinierte mich, auch wenn mir oft die Zeit zur Vertiefung fehlte und manches bis heute nicht so leichtfällt. Mit meiner Online-Koreanisch-Lehrerin aus Wien entwickelte ich ein gutes Verhältnis, und ihre Unterstützung hilft mir bis heute, am Ball zu bleiben.
Meine große Leidenschaft für K-Pop und koreanische Musik führte mehr und mehr dazu, dass ich eine Radiosendung gestaltete, in der ich ausschließlich K-Pop spielte und über meine Erlebnisse in Korea sowie über Neuigkeiten aus der Welt des Idols berichtete.

In dieser Zeit las ich auch viele Bücher über die koreanische Kultur und Geschichte, was meine Liebe zu Korea weiter festigte. Über Instagram knüpfte ich „Online-Freundschaften“, die sich über Kakaotalk vertieften und schließlich später zu persönlichen Treffen führten. Die Leere ohne Korea, füllte ich aber auch, indem ich selbst koreanisch kochte und so die koreanische Kultur etwas in meinen Alltag integrierte.
Zurück nach Korea
Kaum wurden nach der Pandemie die Einreisebeschränkungen gelockert, packte ich sofort meine Koffer und flog wieder nach Korea. Wieder in Seoul tauchte ich noch tiefer in das koreanische Leben ein, verbrachte viel Zeit mit meinen Bekannten und Freunden und genoss das aufregende Nachtleben. Ich wurde zu Familientreffen eingeladen, verbrachte gemeinsame Wochenenden auf Campingplätzen, fuhr mit einem Mietwagen oder mit Freunden durch Korea und wurde trotz kultureller und sprachlicher Unterschiede herzlich aufgenommen.

Ich habe bei meinen Reisen auch immer wieder neue und nette Menschen getroffen. Oft habe ich kurzweilige Abende mit Korean Food, Soju und Somaek (Soju&Bier) erlebt und so koreanische Bekannte gefunden und neue Freundschaften geschlossen.
Inzwischen habe ich nicht nur Seoul bereist, sondern viele schöne Orte im ganzen Land, dennoch kann ich gar nicht genug von Korea bekommen. Die nächste Reise, auch weil ich eine Einladung zu einer koreanischen Hochzeitsfeier erhalten habe, ist schon längst geplant und in ein paar Wochen geht es los. Darüber werde ich hier als Honorary Reporter sicherlich berichten.
Ich fühle mich in Korea einfach wohl, zum Beispiel abends in Hongdae wenn ich den guten Musikern und Tänzern beim Busking zuhören und zusehen kann. Ich mag es einfach durch Seoul zu bummeln. Liebe das Shopping in der Stadt und die Besuche in den vielen Cafés und Restaurants.

Die Zeit in Deutschland
In Deutschland engagiere ich mich beim Deutsch-Koreanischen Stammtisch in München, um meine Verbindung zu Korea aufrechtzuerhalten und meine Erfahrungen zu teilen. Diese regelmäßigen Treffen machen super Spaß und helfen mir, meine Sprachkenntnisse zu verbessern und mein Netzwerk von Korea-Enthusiasten zu erweitern.
Im Jahr 2023 wurde ich von KOCIS (Koreanischer Kultur- und Informationsdienst) als Honorary Reporter ausgewählt. Das erfüllt mich mit Stolz, und ich freue mich, einen kleinen Teil dazu beizutragen, anderen Menschen die vielfältige und schöne koreanische Welt zu zeigen. Mein Wunsch ist es, viele Menschen und Korea-Fans in meinen Beiträgen nach Korea mitzunehmen, praktische Tipps für eine Reise nach Korea zu geben und die Sehnsucht für das Land bei den Lesern zu wecken.
Fazit
Egal, wie jung oder alt man ist, oder woher man kommt – eine Reise nach Korea ist ein Muss. Die faszinierende Kultur, das köstliche Essen und die herzlichen Menschen werden auch euer Herz im Sturm erobern. Lasst euch von der Magie Koreas verzaubern und werdet Teil der globalen Hallyu (Koreanische Welle).
나는 한국을 사랑한다 – Ich liebe Korea!


